Die vielen Facetten der Krankenversicherung
Jeder der schon einmal beim Arzt gewesen ist kennt die Prozedur: Rein zur Anmeldung, Krankenkassen-Karte vorzeigen und meistens noch 10 EUR Praxisgebühren zahlen. Danach folgt das ewige Gewarte im Wartezimmer und der verzweifelte Versuch nicht zu viele der herumschwirrenden Bakterien einzuatmen.
Das ist einfach so und das ist Tatsache. Das gehört zum Arztbesuch eben dazu. Wie eine Studie erwiesen hat, ändert auch eine private Krankenversicherung nichts daran. Wo also liegen dann die Vorteile einer privaten Krankenversicherung?
Zwar verkürzt diese die Wartezeit im Wartezimmer nicht, jedoch bietet eine private Krankenversicherung den Vorteil der freien Arztwahl. Das bedeutet, dass sich der Patient mit einer privaten Krankenversicherung nicht zuerst an den Hausarzt wenden muss, sondern sich direkt an den entsprechenden Facharzt wenden kann. Somit erspart einem die private Krankenversicherung zumindest einen Aufenthalt im Wartezimmer.
Auch wenn sich die Wartezeit beim Arzt nicht verkürzt, so verringert sich wenigstens die Wartezeit, was den Termin angeht. Nicht selten werden hier Patienten mit privater Krankenversicherung bevorzugt behandelt. Ob das gerecht ist oder nicht, sei nun einfach mal dahin gestellt.
Ein weiterer Unterschied zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung ist der Preis der Mediakamente. Bei einem Zahnarztbesuch hat die privat versicherte Person dank ihrer Krankenversicherung auch wieder Vorteile. So kann hier die Füllung frei ausgewählt werden, anders als bei einer gesetzlichen Versicherung, bei der man sich mit den Standardleistungen vergnügen muss.
Das klingt nun alles eindeutig, eine private Krankenversicherung ist die bessere Versicherung. Wieso also schließt nicht jeder eine private Krankenversicherung ab?
Ganz einfach: Nicht jeder ist berechtigt dazu. Privat versichern kann sich nur derjenige, der selbstständig oder freiberuflich ist. Angestellte und Arbeitnehmer sind über eine gesetzliche Krankenversicherung abgesichert. Wer trotzdem in den Genuss der freien Arztwahl oder einer besonderen Zahnfüllung kommen will, muss bestimmte Anforderungen erbringen. So nur die Person zu einer privaten Krankenversicherung wechseln, die ein gewisses jährliches Einkommen erhalten. Wer diese Grenze nicht erreicht, muss sich eben mit dem zufrieden geben, was er hat. Eine Ausnahme bilden Beamte, Studenten und Ärzte. Für diesen Personenkreis gilt was die private Krankenversicherung angeht eine Sonderregelung.
Doch nicht alles an einer gesetzlichen Krankenversicherung ist schlecht oder nachteilig. So lohnt es sich für Familien sehr wohl gesetzlich versichert zu sein, denn bei einer gesetzlichen Krankenversicherung sind die Kinder bei den Eltern mitversichert und mit netten Kinderbüchern geht die Zeit im Wartezimmer auch schnell rum.
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